Geschichten

Was soll ich daraus denn kochen? – Meine ersten Schritte

Ein weiterer Sonntagabend, an welchem auf dem einen Bildschirm eine der vielen Netflix Kochsendungen läuft und ich auf dem anderen Bildschirm meine Gerichte-Planliste für die nächste Woche schreibe.

Es sind mittlerweile nun schon drei Monate vergangen, in welchen ich versucht habe mich meinen eher traurig anmutenden Kochkünsten zu stellen und mich aus meiner eng gehaltenen Komfortzone zu bewegen. Drei Monate voller Freude, Lachen, Tränen und Verzweiflung, wenn der Kuchen wieder zusammengefallen (oder heruntergefallen) ist und nicht schmeckt. Gut kann ich mich auch noch an die Freude erinnern, die ich verspürt habe, als mein erstes selbst gebackenes Sauerteigbrot gelungen ist oder meine veganen Plätzchen wirklich wirklich gut geschmeckt haben.

Emotionales Essen (TW)

Ich klinge vielleicht sehr emotional in meinen letzten Zeilen, doch mit Essen und Ernährung verbinde ich auch sehr viel. Es ist nicht übertrieben, wenn ich sage, dass ich nicht nur eintönig gegessen habe, sondern auch nur von Kartoffeln, Tomaten, Pfannkuchen, Chips (ja, sind auch Kartoffeln), Schokolade, Erdbeeren und Avocado gelebt habe. Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie ich meine Eltern damals, vor allem meine pastaliebende Mama, zur Verzweiflung getrieben habe, da ich nichts probieren wollte. Gegen gefühlt 90 % aller Lebensmittel hatte ich eine Abneigung, z.B. auch gegen Linsen, die ich mittlerweile liebend gerne verwenden. Etwas Neues probieren? Wohl eher nicht. Dagegen habe ich mich intensiv gesträubt. Auch hatte ich nicht nur einige Jahren ein schwieriges Verhältnis zur gesunden Ernährung, sondern auch eine Essstörung. Emotionales Essen stand an der Tagesordnung. Essen gegen Stress, Essen bei Kummer und der Versuch mit Essen glücklich zu werden.

Ich bin mittlerweile der Ansicht, dass zu Glück auch Essen gehört, doch meine damalige extreme Zuckersucht hat definitiv nicht zu meinem Glück beigetragen, sondern eher mein Verhältnis zu gesunder Ernährung gestört.

Netflix beim Kochen

Es wäre eine Lüge, wenn ich behaupten würde, dass mir Kochen leicht fällt. Bei jedem Besuch in der Küche, die mittlerweile zu einem meiner liebsten Orte in der Wohnung geworden ist, stehe ich Ewigkeiten vor meinen Regalen und frage mich, was ich bitte aus diesen Zutaten kochen kann. In meinem Kopf sind gefühlt nur 20 Rezepte verankert (und 18 davon mit Kartoffeln) und es fällt mir wahnsinnig schwer mir Gerichte auszudenken. Natürlich könnte ich einfach Rezepte nachkochen und das mache ich auch manchmal, doch viel mehr will ich ein Gefühl für Texturen und Aromen bekommen. Daher versuche ich mich jeden Tag ein bisschen mehr im Ausprobieren von Gewürzen (es werden immer mehr!) und Zutatenmischungen. Eines kann ich auf jeden Fall sagen… ich freue mich schon auf den Tag, an welchem ich in meiner Küche stehe, Lebensmittel anschaue und von selbst auf ein neues Gericht komme, ohne mir vorher den Kopf zu zerbrechen! Und bis dahin genieße ich das Rumprobieren, Üben und meine Koch- und Backshows. (PS: Wenn ich richtig beeindruckende Shows anschaue, fühle ich mich manchmal auch wie eine Profiköchin.. aber pssst! 😀 )

Kochen oder Backen?

Kochen oder Backen, das ist hier die Frage… oder nicht? Ich blogge schon einige Jahre und kenne mich auch etwas im Bereich “Zielgruppe, Nische, USP” aus, weshalb ich mir natürlich bei Zimt & Kartoffeln auch schon öfters die Frage gestellt habe: “Was willst du eigentlich machen?”. Das Backen fällt mir grundsätzlich viel einfacher, doch für mich ist Kochen so ein wichtiger Bestandteil der gesunden Ernährung, dass ich auch hier den Fokus nicht aufgeben wollte. Irgendwann fiel mir dann der Groschen – bei diesem Herzensprojekt will ich mich nicht “einschränken”. Gleichzeitig bin ich immer wieder über ein Wort gestolpert, was genau auf alles zutrifft, was ich gerne esse – Comfort Food oder auf deutsch Wohlfühlgerichte. Das kann für mich alles sein, was ich mit Gemütlichkeit, Kindheit und Zuhause verbinde und genau davon wirst du hier immer mehr finden!

close

Die neuesten Rezepte - direkt in dein Postfach!

Wir senden keinen Spam! Erfahre mehr in unserer Datenschutzerklärung.

Die neuesten Rezepte - direkt in dein Postfach!

Wir senden keinen Spam! Erfahre mehr in unserer Datenschutzerklärung.

Newsletter

Noch keine Kommentare

Leave a Reply