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Nachhaltigkeit beim Einkaufen – Regional, saisonal und plastikfrei

Möglichst saisonal, regional und verpackungsfrei soll der Einkauf sein. Die drei kleinen Bedingungen stelle ich mich jeden Einkauf. Doch wie geht das überhaupt?

Regional einkaufen

Regional einkaufen klingt erst einmal ganz leicht, oder? Man muss einfach nur auf das Etikett schauen und sieht dann ob es aus der Region kommt. So leicht ist das tatsächlich aber leider nicht. Der Hauptgrund hierfür ist, dass nicht vorgeschrieben ist was wirklich “regional” bedeutet. Daher habe ich hier ein paar Tipps für dich, wie du wirklich erkennen kannst, dass es sich um ein regionales Produkt handelt.

  • Viele Lebensmittel werden zwar in der Region produziert, doch die Rohstoffe stammen aus der ganzen Welt.
  • Achte bei einem Kauf immer woher es genau kommt und ziehe eine Grenze, was regional für dich bedeutet. Das können 30 Kilometer oder 50 Kilometer sein.
  • Manchmal ist vielleicht eine Zutat eines Lebensmittels nicht regional (z. B. Gewürze), also sollte der Großteil des Produkts aus regionalen Rohstoffen bestehen.
  • Am Besten saisonal, regional und plastikfrei kannst du auf Bauern- und Wochenmärkten einkaufen!
  • Weitere Alternativen, wo du gut einkaufen kannst: Bio-Läden und Hofläden

Märkte – die perfekte Mischung

Samstag ist bei mir Markttag. Wenn ich wieder öfter Zuhause bin, versuche ich regelmäßig am Samstag zum großen Markt zu gehen. Bei uns in Regensburg gibt es regelmäßig zwei größere Märkte, am Bismarckplatz und am Alten Kornmarkt. Ich gehe gerne zu letzterem, da ich hier die große Auswahl schätze.

  • Du weißt genau woher die Lebensmittel kommen und kannst dort auch bestenfalls noch mehr über das Unternehmen erfahren.
  • Das Gemüse und das Obst sind immer frisch.
  • Keine unnötigen Verpackungen! Einfach eigene Netze/Beutel* mitnehmen und viel unnötige Plastikverpackung sparen.

Was ist gerade saisonal?

Saisonal einkaufen ist auch ein wichtiger Punkt im Bezug auf “Umweltfreundliches Einkaufen”. Warum dies so ist, klären wir jetzt. Saisonal bedeutet “die Saison betreffend”. Darunter versteht man den Kauf von Obst und Gemüse während ihrer natürlichen Erntezeit. Um es an einem Beispiel deutlich zu machen: Erdbeeren kann man (auch regional) mittlerweile das ganze Jahr über in den Supermärkten finden, doch ihre reguläre Erntezeit ist nur und ausschließlich von Mai bis August (ungefähr). Die sogenannten “Winter-Erdbeeren” werden zwar regional in Gewächshäusern in Deutschland gepflanzt und geerntet, doch haben einen immens hohen ökologischen Fußabdruck aufgrund des hohen Energieaufwands.

Die Vorteile von saisonal und regional einkaufen

  • Du unterstützt regionale Unternehmen.
  • Du schützt automatisch die Umwelt durch kurze Transportwege. Durch den Transport mit Schiffen, Flugzeugen oder LKWs der nicht-saisonalen Lebensmittel werden viele Treibhausgase freigesetzt, mit dem Kauf von saisonalen Lebensmittel hilfst du Schadstoffemissionen zu vermeiden.
  • Die Lebensmittel sind frischer und gesünder!

Da man jetzt natürlich nicht unbedingt jede Erntezeit jedes Obst und Gemüses auswendig wissen kann, hilft einem ein Saisonkalender ungemein weiter. Hier gibt es sehr viele zur Auswahl, digital, kostenlos oder als Poster/Kalender. In jedem Saisonkalender* findest du eine Übersicht, wann man bestimmte Sorten von Obst und Gemüse bedenkenlos essen kann.

Verpackungsmüll / Plastik beim Einkaufen sparen

Ich könnte es jedes Mal wieder schreiben, doch ich glaube mittlerweile kennt jeder unser weltweites Plastik- bzw. Müllproblem. Daher habe ich hier allgemeine Tipps, wie du ganz leicht und günstig Plastik beim Einkauf sparen kannst.

  • Lose statt vorverpackte Ware kaufen – und immer Gemüse-/Obstsäckchen* mitnehmen. Ich habe in meinen Rucksäcken schon immer einen Jutebeutel und meine Gemüsebeutel, damit ich auch bei spontanen Einkäufen immer alles dabei habe.
  • Beim Bäcker einen eigenen Jutebeutel/Brotbeutel* verwenden.
  • Ein Stoffbeutel lohnt sich erst richtig, wenn du ihn oft benutzt, da diese von der Herstellung her einen hohen Energie-und Ressourcenverbrauch aufweisen.

Weitere Tipps für nachhaltiges Einkaufen

Mittlerweile gibt es auch viele Apps und Möglichkeiten nachhaltig einzukaufen. Die möchte ich dir jetzt vorstellen:

  • Too good to go: Wenn du dich bei der App anmeldest, kannst du überschüssiges Essen/Überproduktionen direkt bei Betrieben (Restaurants/Cafés) abholen und zahlst dafür nur einen Bruchteil.
  • Sirplus: Retterboxen: Mit einer Retterbox bekommst du eine (vegane) Box mit Lebensmitteln, die Überschüsse waren und von Sirplus gekauft wurden.
  • Etepete: Die Bio-Kiste mit krummen Gemüse und Obst. Kurze Transportwege, 100% Bio und keine Verschwendung – hier wird die ganze Ernte verwertet und kein Obst/Gemüse aufgrund von Normen weggeschmissen.

 

Allgemeine Tipps für nachhaltige Einkäufe

  • Achte bei Obst/Gemüse darauf, ob Pestizide verwendet wurde. Bestimmte (Bio)Siegel helfen dir weiter.
  • In Unverpacktläden findest du – wie der Name schon sagt – unverpackte Lebensmittel. Hier sparst du automatisch an Verpackung (geliefert werden die Produkte aber natürlich auch in einer Verpackung, es ist nicht komplett verpackungsfrei!) und du vermeidest eine Lebensmittelverschwendung, da du hier auch genau abmessen kannst, wie viel du von welchem Produkt mitnehmen willst.
  • Wirf Lebensmittel, die über dem Mindesthaltbarkeitsdatum sind, nicht automatisch weg, sondern schaue erst einmal selbst nach, ob es noch gut ist.
  • Engagiere dich in “Foodsharing Gruppen”, bevor du Lebensmittel wegwirfst, die dir nicht schmecken etc.
  • Bei Wasser empfiehlt es sich entweder Leitungswasser zu trinken oder einen Sodastream* zu verwenden. Bei Plastik-und Glasflaschen gibt es übrigens auch regionales und nicht-regionales Wasser!
  • Achte auf Mogelpackungen! Was darunter zu verstehen ist, kannst du hier nachlesen.

Was ist dir beim Einkauf wichtig? Möglichst unverpackt, regional, saisonal oder eine Mischung?

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1 Comment

  • Reply
    Fabienne
    11. März 2021 at 12:25

    Hallo liebe Sophia,

    wow! Dein Beitrag ist ziemlich perfekt geworden, weil du darin alle Tipps und Tricks ziemlich genial zusammengefasst hast 🙂 Ich finde es auch richtig und wichtig, dass wir alle versuchen so viel wie möglich zu tun, aber alles perfekt zu machen scheint für mich auch zu hoch gegriffen!

    Liebe Grüße
    Fabi von http://www.villaimmergruen.de

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